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Standorte in Prüfung

Nach einem Gespräch mit Fahrenden will Biels Stadtpräsident Hans Stöckli deren Anliegen nach Durchgangsplätzen prüfen.

Die Reise des Jenischen Pascal Gottier richtet sich vor allem nach einem: den freien Durchgangsplätzen für die Wohnwagen seiner Familie. Der Fahrende kommt deshalb selten nach Biel. «Hier finde ich keinen Platz», sagt er. Kürzlich war er dennoch in der Region anlässlich des «Zigeuner-Augusts». Die Veranstaltung wurde von den Bieler Grünen und den Fahrenden organisiert und gehörte zur Wanderausstellung «Fahrende in der Schweiz», die gestern auf dem Bieler Expo-Gelände zu Ende ging. Lange VorgeschichteUm ihren Forderungen nach Durchgangsplätzen in Biel Nachdruck zu verleihen, traf sich eine Delegation von Fahrenden mit dem Stadtpräsidenten Hans Stöckli und der Sicherheitsdirektorin Barbara Schwickert. Während das Anliegen bei Schwickert auf offene Ohren stiess und sie versprach, sich dafür einzusetzen, sagte Stöckli, er werde das Anliegen prüfen. «Die Fahrenden haben mir einige Orte aufgezeigt, die sich ihrer Ansicht nach für einen Durchgangsplatz eignen», sagte Hans Stöckli. «Ich werde das prüfen lassen.» Die Forderung der Fahrenden ist indes nicht neu. Bereits im Dezember 1996 reichte Stadtrat Markus Habegger (damals Freiheitspartei / Schweizer Demokraten, jetzt fraktionslos) ein Postulat mit der Forderung nach einem Durchgangsplatz für Fahrende ein. Der Vorstoss wurde als erheblich erklärt – und dennoch nicht behandelt. Nach drei Fristverlängerungen wurde er vor vier Jahren als unerfüllbar abgeschrieben. Nachgestossen hat im April dieses Jahr die grüne Stadträtin Muriel Beck Kadima. Wie bereits Habegger fordert sie einen Durchgangsplatz für Fahrende in Biel. Wichtig für die KulturIn der ganzen Schweiz gebe es etwa siebzig Durchgangsplätze, erklärten die Fahrenden an der Veranstaltung «Zigeuner-August». Für die 2500 Fahrenden sei das zu wenig. In Biel stehe im Winter der Standplatz Mett zur Verfügung. Doch fehle ein offizieller Durchgangsplatz im Sommer. Ein solcher Ort sei nötig, damit die Fahrenden ihre Kultur ausleben könnten, argumentierten die Betroffenen. Biel habe geeignete Standorte, glauben die Fahrenden und nannten als Beispiel einen Platz am Büttenberg. ken>

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