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Sturmböe wehte Profilstangen in 120 Meter Höhe weg

Das Sturmtief Andrea knickte gestern Bäume und blies Baugerüste um. Verletzt wurde niemand.

Schäden Von Benno Gasser Zürich – Starke Winde und Böen mit bis zu 113 Kilometern pro Stunde hielten Schutz & Rettung gestern auf Trab. Den aufwendigsten Einsatz leistete die Feuerwehr im Kreis 5, wo der Sturm am späten Vormittag das 120 Meter hohe Bauprofil auf dem Swissmill-Gebäude wegriss. Verletzt wurde niemand. Teile des Gespannes landeten in der Limmat und in der Uferböschung, andere Stücke hingen an der Fassade des Fabrikgebäudes fest oder blieben auf dem Dach. Die Spezialisten mussten sich auf dem Dach wegen des starken Windes besonders gut sichern. Sie hielten die teilweise stark verkeilten Teile an Ort und durchschnitten mit hydraulischen Zangen die Stahlkabel, an denen die Überreste hingen. Wäre das Baugespann auf die Eisenbahnbrücke oder den Fussgängersteg gestürzt, hätten die Folgen weit schlimmer sein können. Bei der Kantonspolizei sind wegen der Windböen rund 30 Meldungen eingegangen. Verletzt wurde niemand. Die Meldungen bezogen sich hauptsächlich auf umgewehte Abschrankungen und Werbetafeln sowie umgestürzte Bäume, welche die Fahrbahn blockierten. Auf der Forchautostrasse bei Egg sowie in Sternenberg stürzten Bäume auf Autos. Die Autostrasse musste vorübergehend gesperrt werden. In Horgen mussten die Berg- und die Zürichstrasse sowie der Marktweg und die Forststrasse gesperrt werden. Im Flachland stürmte es ebenfalls, am stärksten im Zürcher Weinland. Der Spitzenwert wurde in Marthalen ZH mit 113 km/h gemessen. Am Flughafen Zürich mussten bis 16 Uhr 49 Flüge annulliert werden, mehrheitlich solche nach Nordeuropa. Die Verspätungen bei anderen Flügen betrugen nach Auskunft des Flughafens 20 bis 30 Minuten. Zudem mussten bis 16 Uhr 19 Maschinen durchstarten, darunter ein Airbus A380; die Maschine der Singapore Airlines wich nach München aus. In Trümmern: Das Baugespann des Swissmill-Silos. Foto: Barbara Reye

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