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Suhonens slowakisches Missverständnis

Eis-Revue Es war ein kurzes Gastspiel, das der ehemalige ZSC- und Kloten-Coach Alpo Suhonen in der obersten slowakischen Liga gab. Im Mai war er als Trainer von HC 05 Banska Bystrica vorgestellt worden, am Donnerstag reiste der 63-Jährige bereits wieder heim nach Finnland &endash er hatte gekündigt. Die Gründe dafür waren vor allem kultureller Art. Ausser mit seinem Assistenzcoach, dem ehemaligen NHL-Spieler Vladimir Orszagh, konnte sich Suhonen im Klub und in der Stadt mit kaum jemandem verständigen. Die Hoffnung, die sprachliche Verwandtschaft von Finnisch und Ungarisch sei im einstigen Oberungarn von Nutzen, erwies sich als Irrtum. Dazu kam eine ungewöhnliche Kompetenzverteilung zwischen Cheftrainer Suhonen und Milan Stas, der parallel als «Head Coach» geführt wurde und inzwischen Suhonens Nachfolger ist. «Ich wollte etwas Neues erleben», sagt der Finne über sein Abenteuer beim 8. der slowakischen Liga. Das dürfte ihm gelungen sein. (mog.) Göteborg: Kahnbergs Blutlache Patrick von Gunten tritt bei Västra Frölunda immer dominanter auf, schoss am Samstag sein drittes Saisontor und ist mit 12 Punkten (aus 20 Spielen) bereits der zweitproduktivste Verteidiger der Liga. Doch nicht Von Guntens Formanstieg war in Göteborg das Thema des Wochenendes, sondern die fürchterliche Attacke, deren Opfer sein Teamkollege Magnus Kahnberg wurde. Der Nationalspieler wurde, verwickelt in einen Zweikampf, von Linköpings heranstürmendem Sebastian Karlsson von hinten gegen den Kopf gerammt, verlor das Bewusstsein und stürzte kopfvoran aufs Eis. Mehrere Minuten lag Kahnberg bewusstlos da, derweil Blut von seinem Kopf aufs Eis strömte. Der Stürmer, der eigentlich am Karjala-Cup hätte spielen sollen, erlitt eine Schnittwunde, eine schwere Gehirnerschütterung und verlor mehrere Zähne, durfte aber am Sonntag das Spital verlassen. Der Fall sorgt in Schweden für Entrüstung. Kommentatoren fordern, dass nun von der Liga an Karlsson ein Exempel statuiert wird. Und selbst Nationalcoach Pär Marts schaltete sich in die Diskussion ein: «So kann es nicht weitergehen. Sogar in der NHL gehen die Spieler respektvoller miteinander um.» Diese Saison wurden in der Elitserien bereits sieben Sperren wegen Angriffen gegen den Kopf ausgesprochen. (kip.) Tschechow: Attacke aufs Publikum Noch ein paar Schritte weiter bezüglich Gewaltexzesse ist Witjas Tschechow. Der KHL-Klub aus der Agglomeration Moskaus schrieb am Sonntag ein weiteres Kapitel seiner schier endlosen Prügelsaga. Da waren einerseits die Geschehnisse auf dem Eis, die in einer 2:3-Niederlage gegen Dynamo Minsk resultierten, aber in einem haushohen Sieg nach Strafminuten für Tschechow: 207 zu 2 lautete die absurde Schlussbilanz. Für eine ganz neue Dimension sorgte beim Zweitletzten der KHL Andrei Nasarow. Sieben Sekunden vor Schluss machte der in Anzug und Krawatte gewandete Trainer seinem Ärger Luft, indem er mit einem Eishockeystock Fans attackierte. Immer wieder liess er das Sportgerät über die Plexiglasscheibe Richtung Zuschauer kreisen, die schliesslich von weissrussischen Soldaten in Sicherheit gebracht werden mussten. Am Montag berief das Sicherheitskomitee der KHL eine Dringlichkeitssitzung ein, die das Geschehen untersuchen und sanktionieren soll. (phm.) San Jose: Stosszahn für Thornton Joe Thornton, 2005 mit Davos Meister und mit einer Schweizerin verheiratet, schrieb diese Woche gleich zweimal Schlagzeilen. Das erste Mal am Montag, als der Center nach einer 2:5-Niederlage in New York festhielt, die Rangers seien das weichste Team, gegen das er bisher gespielt habe. Die Antwort des siegreichen Coachs kam prompt. «Joe hat noch keinen gottverdammten Titel gewonnen», entgegnete John Tortorella, «er sollte einfach das Maul halten.» Thorntons zweiter Auftritt war erfreulicher: Am Freitag wurde der 32-Jährige für sein 1000. NHL-Spiel geehrt. Dazu hatten sich die Sharks ein besonders rares Geschenk ausgedacht: den 10 000 Jahre alten Stosszahn eines Wollhaarmammuts. (phm) New York: Comeback des Bad Boy Das Wortgefecht mit Thornton mag Tortorella gewonnen haben, sein Machtkampf mit Stürmer Sean Avery dauert an. Vor der Saison hatte der Rangers-Trainer den notorischen Unruhestifter ins Farmteam geschickt mit der Begründung, er habe bessere Spieler im Kader als den 31-Jährigen, der später auch dem ZSC angeboten wurde. Nach mehreren Verletzungen hat das Management Avery nun wieder nach New York berufen &endash ob mit oder ohne Segen des Trainers, bleibt offen. Tortorellas Rache beim Debüt: nur 4:46 Minuten Eiszeit für Avery. (phm) Kurzes Gastspiel: Alpo Suhonen kündigte bei Banska Bystrica. Foto: Mogilny

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