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Sulanders triumphale Rückkehr

Der finnische Goalie bescherte den ZSC Lions bei seiner Saisonpremiere ein 2:1 über Lugano nach Penaltys - und spielte sich in Form für den Victoria Cup.

Ari Sulander hat schon unzählige Uhren, Kissen, Früchtekörbe, Blumen, Spirituosen oder Nackenkissen erhalten, mit denen der beste ZSC-Spieler jeweils beschenkt wird. Doch das gestrige Präsent, ein Blumenbouquet (für seine Frau), dürfte ihn speziell gefreut haben. Nicht, weil er Blumen besonders mag. Sondern weil er so lange hatte warten müssen, um zu zeigen, dass er eben doch noch eine Bereicherung für die ZSC Lions ist.

Fünfmal war der 40-jährige Finne in dieser Saison überzählig gewesen, dank des bevorstehenden Victoria Cup, für den er sich einen Einsatz als wertvollster Spieler der Champions League redlich verdient hat, kam er gestern in Lugano nun zu seiner Saisonpremiere - um Spielpraxis zu sammeln.

Coach Sean Simpson musste seinen Entscheid nicht bereuen. Sulander spielte wie ein Goalie, der etwas beweisen will, strahlte von Beginn weg Sicherheit aus, parierte insgesamt 29 Schüsse und vier Penaltys. Es wäre für ihn wohl sogar der 35. Shutout geworden, wenn Schelling nicht in der 55. Minute als letzter Mann den Puck verloren und danach eine Strafe verursacht hätte, die zum 1:1 führte. Julien Vauclair täuschte im dritten Tessiner Powerplay einen Schuss an und spielte überraschend quer zu Lemm, der schnell schoss und traf. Simpson nahm danach ein Timeout, und die ZSC Lions spielten die Partie diszipliniert zu Ende. Einmal musste Sulander aber noch glänzen, zehn Sekunden vor Ablauf der Overtime gegen den ungedeckten Lemm.

Trudel mit 2 erfolgreichen Penaltys

Im Penaltyschiessen liess sich der Altmeister dann in sechs Versuchen nur von den filigranen Hamilton und Robitaille bezwingen. Für die Zürcher traf Trudel mit einem platzierten Schuss zum 1:0 und Bärtschi durch die Beine Aebischers zum 2:2, womit er die Niederlage in extremis abwendete. Und danach war es Trudel vorbehalten, mit seinem zweiten Penaltytreffer die Partie zu entscheiden. Der Kanadier, der bisher meist glücklos gekämpft hatte, kam damit wie Sulander zu seinem ersten grösseren Erfolgserlebnis. Der Finne strahlte danach in den Katakomben der Resega, nahm die Komplimente gerne an und gab die Blumen (die verbalen) an seine Kollegen weiter: «Sie haben mir die Rückkehr auch leicht gemacht.»

Schweizer Pass frühestens im Sommer

Sulanders letzter Auftritt war in der Vorbereitung bei einem 2:7 gegen Kloten in Küsnacht gewesen. «Inzwischen spielen wir ganz anders», stellte er fest. Nach dem fünften ZSC-Sieg in Serie geniesst er heute wie seine Kollegen einen freien Tag, dann beginnt der Countdown für den Victoria Cup. Das Spiel gegen Chicago soll für Sulander nochmals ein Höhepunkt in seiner reichhaltigen Karriere werden. Es ist aber nicht so, dass er für die Zeit danach keine Pläne mehr hätte. «Ich möchte spielen», sagte er und lächelte dazu milde. Und im Sommer erwartet er (frühestens) den Schweizer Pass, der ihm neue Perspektiven eröffnen könnte. Sulander ist noch lange nicht müde.

Als hätte er von Saisonbeginn an im ZSC-Tor gestanden: Sulander vereitelt den Penaltyversuch von Luganos Lemm.

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