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SVP gegen FDP im Bildungsrat

Berufsmilitär gegen Messer-schmied oder SVP gegen FDP: Diese Wahl für den Bildungsrat sorgt für Zoff.

Von Ruedi Baumann Zürich – Die Nachfolge für den zurückgetretenen Malermeister Ernst Fischer (SVP, Rüschlikon) im Bildungsrat bringt Spannungen in das Verhältnis zwischen SVP und Gewerbeverband. Es geht um den Sitz des Gewerbes, und da erhebt die SVP einen Anspruch. Der Bildungsrat ist die Exekutive in Schulsachen. Er bestimmt die Stundentafel und entscheidet über pädagogische Fragen. Und in diesen Fragen hat die SVP eine andere Meinung als die FDP. Trotzdem hat der Gewerbeverband als Kandidaten einen FDPler nominiert und dem SVP-Mann einen Korb erteilt. Der Kantonale Gewerbeverband (KGV) schlägt den Bülacher Messerschmied und FDP-Kantonsrat Werner Scherrer (49) vor. Scherrer ist auch Vizepräsident des KGV. Als wichtige Kriterien nennt KGV-Geschäftsführer und SVP-Kantonsrat Martin Arnold «die Nähe zum Gewerbe und nicht in erster Linie die Parteizugehörigkeit». Pikant ist, dass auch der KGV-Präsident in der SVP ist: Nationalrat Hans Rutschmann. Die Nomination eines FDPlers durch den KGV wird in der Partei fast als «Verrat» taxiert, heisst es in SVP-Kreisen, zumal SVP-Kandidat Samuel Ramseyer (60, Niederglatt) als Präsident der Bildungskommission die Volksschule besser kennt als Scherrer. Doch Ramseyers Handicap sind sein Alter, seine Herkunft als pensionierter Berufsmilitär und wohl auch sein SVP-Parteibuch. Wahlorgan ist nämlich der Kantonsrat. S. Ramseyer, SVP. W. Scherrer, FDP.

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