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Tagesschulen für die Wädenswiler Kinder

In Wädenswil können Eltern ihre Kinder ab dem nächsten Schuljahr den ganzen Tag betreuen lassen. Doch die Schulräume sind knapp.

Von Dorothea Uckelmann Wädenswil – Fast vier Jahre lang hat die Schulpflege darum gekämpft, flächen-deckend Tagesschulen einführen zu können. Nun hat die Primarschule ein Tagesschulkonzept verabschiedet. Damit kann sie das ausserfamiliäre Betreuungsangebot für Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse ab dem Schuljahr 2011/12 in Wädenswil erweitern. Die Opposition war stark: «Noch immer herrscht häufig die Meinung, dass Eltern ihre Kinder selbst betreuen sollen», sagt Esther Stehrenberger von der Schulpflege zum langen Kampf um die Tagesschulen. Sie hofft, dass die ausserfamiliäre Kinderbetreuung jetzt einen neuen Stellenwert erhält. Noch vor Schulbeginn ab 6.45 Uhr und bis 18 Uhr können Eltern ihre Kinder künftig an der Schule betreuen lassen, wie Patrick Weil, Leiter Pädagogik und Schulentwicklung, erklärt. Das Angebot ergänzt die bestehenden Mittagstische an allen Wädenswiler Schulen und erweitert das Hortangebot an den Schulen in der Au, Eidmatt und Glärnisch. «Neu müssen die Kinder der Schulen Gerberacher und Untermosen nicht mehr an andere Schulen zur Betreuung umgeteilt werden, sondern können an ihrer eigenen bleiben», sagt Weil. Mit dem Angebot nicht abgedeckt ist einzig die Schuleinheit Berg. Schon seit Jahren ist die Option einer Tagesschule im Berg aufgrund einer Kosten-Nutzen-Rechnung vom Tisch. Schulhaus Glärnisch erweitern Freiwillig und tageweise können die Eltern das Tagesschulangebot in Anspruch nehmen. Dieses beinhaltet einen Morgen-, Mittags- und Abendtisch. Am Nachmittag können die Kinder im Rahmen des Schülerclubs neben dem Unterricht freiwilligen Schulsport, kreative Kurse oder Rhythmik besuchen oder sich bei den Hausaufgaben betreuen lassen. Personal wird vorerst nur für eine Gruppe in der Au gesucht, denn hier ist die Nachfrage besonders gross. Für die Schulhäuser Untermosen und Gerberacher will die Schulpflege erst abwarten, wie viele Anmeldungen eingehen, bevor neues Personal eingestellt wird. An den Schulen herrscht nach wie vor Platzmangel. «Wir werden die Kinder aber nicht auf dem Korridor betreuen», versichert der Stadtrat für Schule und Jugend, Johannes Zollinger (EVP). Man werde die bestehenden Räume so gut wie möglich nutzen. Eine Besserung erhofft sich Zollinger unter anderem mit einer Erweiterung des Schulhauses Glärnisch. Derzeit läuft ein Studienauftrag, denn die in die Jahre gekommenen Pavillons sind sanierungsbedürftig. Zudem werden im Schulhaus Glärnisch dringend mehr Räume benötigt. Zu den Kosten für die Einführung der Tagesschule möchte die Schulpflege noch keine Auskunft geben.

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