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Thuner erzwingen den Sieg

Der FC Thun hat mit einem 1:0-Sieg gegen Schaffhausen seinen Anspruch als Spitzenteam der Challenge League untermauert. Das einzige Tor erzielte Oscar Scarione in der 61.Minute mit einem satten Schuss in die Torecke.

Ohne Schreckmoment ging es beim FC Thun nicht. In der 93.Minute kam Schaffhausens Florian Berisha an der Strafraumgrenze unbedrängt zum Abschluss, der Ball strich aber wenige Zentimeter am rechten Torpfosten vorbei. Damit war der fünfte Meisterschaftssieg der Thuner unter Dach und Fach. Der Erfolg war ein weiterer Beweis für die Reife der Thuner und – ganz im Gegensatz zur letzten Saison – auch für die Stabilität in der Defensive. Den Schweizer Cup eingerechnet, blieben die Berner Oberländer zum vierten Mal hintereinander ohne Gegentor. Apropos vergangene Zeiten. Als Thun noch in der Super League spielte, freute man sich jeweils auf das Derby gegen die Young Boys. Gestern trat die Equipe von Trainer Murat Yakin ebenfalls gegen die «Gelb-Schwarzen» an, dabei handelte es sich aber eben «nur» um Schaffhausen. Thun durfte dafür als klarer Favorit antreten und tat sich gegen den defensiv eingestellten Gegner nicht unerwartet schwer. Erst in der 61.Minute gelang es den Thunern, den gegnerischen «Riegel» zu knacken. Oscar Scarione spielte den Ball zu Stjepan Kukuruzovic, dieser nahm den Ball an, lief ein paar Meter und spielte Scarione ideal frei. Der Argentinier wiederum behandelte das Leder, wie es sich gehört, und beförderte es unhaltbar ins Tornetz. «Wir haben uns den Sieg mit einer Steigerung in der zweiten Halbzeit verdient», fand Kukuruzovic nach dem Spiel und tönte damit auch an, dass sich das Heimteam lange Zeit schwer tat. Es wurde viel in die Breite gespielt, sodass zwar eine optische Überlegenheit auszumachen war, gefährlich waren die Aktionen aber nicht. Thun gelang es schlicht zu selten, sich in die Rücken der gegnerischen Verteidiger zu spielen. Der aktivste Mittelfeldspieler war Scarione, er konnte aber seine Geistesblitze nicht in die Hirne der Mitspieler übertragen. So endeten die kreativen Zuspielbemühungen oft im Niemandsland. Ein zweiter letztlich unwichtiger Makel war, dass es die Thuner nach dem Führungstor verpassten, nachzulegen. Kukuruzovic vergab die beste Gelegenheit dazu mit einem platzierten Schuss, den Schaffhausens Goalie Flamur aber parieren konnte. Gratis-Stehplätze Nach der gestrigen optimalen Ausbeute darf registriert werden, dass Trainer Yakin in Thun bis anhin einen sehr guten Job macht. Genau heute begann für den Basler der 100.Arbeitstag als Übungsleiter der Mannschaft. Aus diesem Anlass wird Yakin morgen zusammen mit seinem Führungsstaff in der Thuner Innenstadt 300 Stehplatztickets für das nächste Heimspiel verteilen. Dabei wird er auch gerne erklären, wie er gedenkt, den FC Thun endgültig zu einer Spitzenmannschaft zu formen. Einem Team, das wieder die Young Boys und somit die richtigen «Gelb-Schwarzen» zum Duell herausfordern kann. Stephan DietrichTelegramm/Tabelle Seite 12>

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