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Ursache des Gasunfalls geklärt

Am 20. April wurden in Wermatswil vier Personen verletzt. Drei hatten an einer Gasleitung gearbeitet, als ein Feuer ausbrach.

Von Eduard Gautschi Uster – Kurz vor elf Uhr waren am Dienstag, 20. April, zwei Angestellte von Energie Uster und ein Bauarbeiter mit Anschlussarbeiten an der Quartiergasleitung Wermatswil beschäftigt. Eine Routinearbeit, wie Philippe Joss, Leiter Vertrieb von Energie Uster, damals erklärte. Dennoch endete sie mit einer Katastrophe. Plötzlich brach ein Feuer aus. Vier Personen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Einige Wochen nach dem Unfall starb einer der Verletzten an den Folgen seiner Verbrennungen. Der andere Mitarbeiter von Energie Uster, der mit mittelschweren Verletzungen ins Spital eingeliefert worden war, ist einige Tage nach dem Gasbrand ebenfalls verstorben. Sein Tod hatte aber nichts mit dem Unfall zu tun. Laut einem Bericht des «Zürcher Oberländers» konnte die Unfallursache in der Zwischenzeit ermittelt werden. Abgeklärt wurde sie durch die Kantonspolizei und einen Gutachter. Sie kamen laut Staatsanwaltschaft zum Schluss, dass grobe Fahrlässigkeit zum Unfall führte. Beim Abdichten des Rohres kam es offenbar zu einem Missverständnis. Der nach dem Abdichten als gasfrei eingestufte Abschnitt war es nicht. Die Leitung, bei der ein T-Stück eingebaut werden sollte, stand nach wie vor unter Druck. Laut Staatsanwalt zischte gut hörbar Gas aus der Leitung. Trotzdem seien die Arbeiten nicht eingestellt worden, was nicht nachvollziehbar sei. Die beiden Mitarbeiter von Energie Uster hätten über die nötige Erfahrung verfügt. Einer sei seit sechs Jahren, der andere seit zwanzig Jahren in diesem Metier tätig gewesen. Das Einsetzen eines T-Stücks in eine Gasleitung sei für die beiden eine Routinearbeit gewesen. Verfahren eingestellt Entzündet hat sich das ausströmende Gas dann an einem in der Nähe laufenden Generator, der den Strom für die Schweissanlage lieferte. Zu einer Explosion kam es nicht, aber die Flammen schossen meterhoch in den Himmel. Beim Versuch, den Arbeitern zu helfen, verletzte sich dann auch noch ein 75-jähriger Passant. Er konnte ambulant behandelt werden. Das Verfahren ist laut Staatsanwalt vor wenigen Tagen eingestellt worden. Die beiden für den Unfall mit grosser Wahrscheinlichkeit Verantwortlichen sind verstorben, und ihrem Vorgesetzten konnte kein Fehlverhalten nachgewiesen werden.

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