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Variationen vom Reh

A point régional Blauer Fasan, Niederglatt Niederglatt – Vor einem Jahr feierte das Restaurant Blauer Fasan in Niederglatt Neueröffnung. Marlies Preisig hat das herrschaftliche Haus übernommen. Sie hatte vorher während 15 Jahren im Restaurant Landhaus in Bülach gewirtet. Vom Charme des alten Riegelhauses ging durch die leichte Renovation nichts verloren: Die edle Riegelstube, das Stübli mit Kachelofen und Holzboden und die herbstlich dekorierte Carigiet-Stube strahlen Behaglichkeit aus. Der Service trägt einen wesentlichen Teil zum Wohlbefinden der Gäste bei. Etwas mehr Kundschaft würde die Atmosphäre zusätzlich bereichern: Nur etwa zehn Tische sind an diesem Samstagabend besetzt. Wir entscheiden uns für Wild. Die Terrine (Fr. 15.50) überzeugt in Geschmack und Konsistenz – «hausgemacht», sind wir uns einig. Die süsssaure Preiselbeersauce gibt der Vorspeise den letzten Schliff. In einem runden Glas wird die Eierschwämmlisuppe (10.50) serviert. Sieht gut aus! Die kleinen Pilze sind in feine Scheiben geschnitten und zahlreich vorhanden. Leider wurde der Sauce etwas zu viel Sauerrahm beigefügt. Der Blattsalat (9.50) kommt in einem essbaren Körbchen daher. Schade nur, dass ein Teil des Brotes nicht mehr frisch ist. Sollte die dazu gereichte Butter darüber hinwegtrösten? Fleisch, mal zart, mal trocken Nach einer Dreiviertelstunde Wartezeit serviert die aufmerksame Bedienung den Hauptgang. Die Rehschnitzel (38.50) sind innen noch leicht dunkelrot und ganz zart. Die dazu gereichte Pilzrahmsauce schmeckt vorzüglich. Zu all unseren Gerichten gibt es hausgemachte Spätzli – für einmal nicht angebraten –, Rotkraut und Rosenkohl. Karamellisierte Marroni werden trotz Nachfrage keine serviert. Neben dem Rehpfeffer (28.50) liegt zusätzlich ein kleiner, ausgehöhlter Apfel mit Preiselbeerkonfitüre gefüllt – hübsch. Schade nur, dass die Fleischstücke derart trocken sind, dass wir sie umgehend zurück in die Küche schicken. Die Steinpilz-Ravioli (24.50) sind zwar kein wirklicher Ersatz für das Wild, überzeugen aber dank der guten Füllung und der grosszügigen Dekoration mit frischen Steinpilzen. Fünf Minuten später wird der Rehrücken (42.50) serviert. Eines der beiden Fleischstücke hätte etwas weniger Zeit im Ofen benötigt, es ist aber dennoch fein im Geschmack und zart in der Konsistenz. Die Sauce und Quittenstücke runden das Mahl geschmacklich interessant ab. Der Nero d’Avola aus Sizilien macht sich gut zum Reh. Wie die meisten angebotenen Rotweine kostet er um die 40 Franken. Sarah Sidler Restaurant Blauer Fasan, Kaiserstuhlstrasse 54, Niederglatt. Tel. 044 850 37 19. Geöffnet: Dienstag bis Samstag von 8 bis 24 Uhr sowie sonntags von 8 bis 21 Uhr.

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