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Von Fairplay und versteckten Fouls

Fussball-Inside Dulliker Unverständnis. «Das ist skandalös», schimpfte Franco Buldo. Der Assistenztrainer von Dulliken ärgerte sich über das Verhalten von Sokol Maliqi. Der ehemalige Profi in den Reihen des interregionalen Zweitligisten Kosova brach ein ungeschriebenes Gesetz im Fussball, den Ball nach einem verletzungsbedingten Unterbruch dem Gegner zurückzuspielen, und erzielte stattdessen aus spitzem Winkel das 1:1. Von einem Nationalliga-Akteur hätte er das nicht erwartet, sagte Buldo. Dem entgegnet Maliqi: «Natürlich war mein Verhalten nicht die feine englische Art. Aber dass wir ständig provoziert werden und ich versteckte Fouls erdulden muss, hat auch nichts mit Fairplay zu tun.» Maliqis Tor war am Ende mitentscheidend. Dulliken konnte in der Schlussphase zwar einen 1:2-Rückstand korrigieren, stand am Ende aber dennoch mit leeren Händen da. Visar Sylaj erzielte für die Stadtzürcher in der Nachspielzeit das 3:2. Phönix: Wende innert 20 Minuten. In der Gruppe 1 der regionalen 2. Liga hat sich Phönix Seen auf Platz 2 vorgearbeitet. Gegen Herrliberg lagen die Winterthurer bis 20 Minuten vor Schluss 0:2 in Rückstand und gewannen noch 4:3. Das Team von Trainer Jürg Stücheli siegte damit zum dritten Mal in Folge und blieb gleichzeitig bereits im siebten Spiel in Serie ohne Niederlage. Die bisher einzige Niederlage setzte es in der Startrunde gegen Dübendorf (1:3) ab. Erster Dämpfer für Einsiedeln. In der 8. Runde gab es nun auch für Leader Einsiedeln in der Gruppe 2 die ersten Punktverluste gegen Kilchberg-Rüschlikon (0:2). Die Schwyzer mussten dabei auf 11 Kaderspieler verzichten. So wurde sogar noch Stefan Flühmanns Trainer-Partner Michael Kälin in der Schlussphase eingewechselt. Dennoch suchte Flühmann nicht nach Ausreden: «Der Gegner war mit mehr Leidenschaft am Werk. Er war einfach besser.» Geschenke in Affoltern. Mit dem Aufstieg von Affoltern am Albis kam es erstmals seit zwei Jahren (damals in der 3. Liga) wieder zu einer Direktbegegnung mit Wollishofen. Beide Vereine sind seit vielen Jahren eng miteinander verbunden, und entsprechend wurden die Stadtzürcher Fans im Affoltemer Klubhaus mit einem Buffet verwöhnt. Geschenke gab es aber auch auf dem Platz. Besonders kurios war vor allem das 2:0 von Wollishofen, als Gianluca Cavaliere nach einem verletzungsbedingten Unterbruch fair zum gegnerischen Goalie Mirco Vollenweider zurückspielte, dieser aber den Pass unterschätzte und der Ball ins Tor rollte. Überhaupt behielten die Wollishofer beim 3:2 das bessere Ende auf und neben dem Platz für sich. Im Tippduell der Ehrenpräsidenten hatte Marcel Spahni – im Unterschied zur Reporter-Legende Hans Jucker – das korrekte Resultat prognostiziert. Etterlin-Show mit drei Toren. Schwamendingen hat schwierige Wochen hinter sich. Nach dem Auftaktsieg gegen Wallisellen (2:1) verlor der Aufsteiger zuletzt sechs Mal. Jetzt gelang beim 5:0 über Siebnen ein eindrücklicher Befreiungsschlag. Dabei fertigte Rückkehrer Leo Etterlin die Schwyzer mit drei Toren nahezu im Alleingang ab. Der Stürmer war erst kürzlich nach einer Pause zum Team zurückgekehrt. Ein «Stängeli» in Rüti. Nur gerade 50 Sekunden brauchte Rütis Taulant Syla im Drittligaspiel der Gruppe 3, um das Skore gegen die zweite Mannschaft Klotens zu eröffnen. Am Ende setzte es für die Unterländer ein 0:10-Debakel ab. Syla erzielte drei weitere Tore, und Behar Sulejmani gelang in der ersten Hälfte innert 28 Minuten ein Hattrick. (dsc)

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