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Vor dem Schneeräumen will der Stadtrat erneut über die Bücher

Der Dübendorfer Stadtrat befürwortet zwar einen sparsameren Winterdienst. Doch verbindliche Zusagen will er nicht machten. Jetzt wird erst einmal geprüft.

Dübendorf – Der Stadtrat kann sich vorstellen, den Winterdienst auf kommunalen Strassen und Gehwegen zu reduzieren. Das schreibt die Stadtregierung als Antwort auf ein Postulat von Thomas Maier (GEU). Der Grünliberale Gemeinderat hatte den Vorstoss Ende vergangenen Winters eingereicht, als die Salzreserven knapp wurden und sich Teile der Bevölkerung über die Schlittelwege im Quartier freuten. Der Stadtrat hält jedoch fest, dass erst die Haftungsfrage geklärt werden müsse. Auch macht er deutlich: Eine Reduktion sei aufgrund des geltenden Rechts nur im eingeschränkten Ausmass möglich. Und ältere und behinderte Menschen dürften nicht benachteiligt werden. Weiter wollte Thomas Maier wissen, wie es die Regierung mit dem Einsatz von Sole statt Salz halte. Aus ökologischen Überlegungen sei das vorstellbar, schreibt der Stadtrat in seiner Antwort. Auch erhöhe die rasche Tauwirkung die Verkehrssicherheit. Doch dann kommt das grosse Aber, denn der Einsatz von Sole macht gemäss der stadträtlichen Antwort verschiedene Investitionen nötig: Im Wesentlichen eine beheizbare Halle, ein 5000-Liter-Tank sowie Auf- und Anbauten für die Fahrzeuge des Tiefbauamts. Die Kosten von 860 000 Franken würden durch den niedrigeren Salzverbrauch frühestens in 60 Jahren amortisiert. Dazu komme ein höherer personeller Aufwand und der Umstand, dass Sole bei tieferen Temperaturen keine Wirkung mehr habe. Aus diesem Grund bringt der Stadtrat Dübendorf die Feuchtsalz-Streutechnik ins Spiel, bei der trockenes Auftausalz mit Sole angefeuchtet wird. Dies vereine die Vorteile beider Stoffe, auch wenn sich dadurch weniger Salz einsparen lasse, was wiederum die Amortisation verlängere. Das Fazit: Die Regierung ist neuen Streumethoden gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen, zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Umrüstung jedoch aufgrund der fehlenden Infrastruktur nicht möglich. (tba)

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