Zum Hauptinhalt springen

Wädenswil vor Steuersenkung?

Die Finanzen der Stadt sind im Lot: Bürgerliche Parteien fordern Konsequenzen.

Von Daniela Haag Wädenswil – Der Wädenswiler Gemeinderat berät an seiner Sitzung vom kommenden Montag die Rechnung 2010. Die Stadt hatte ein Defizit von 9,1 Millionen Franken budgetiert. Doch es flossen letztes Jahr mehr Steuergelder in die Stadtkasse als die Finanzexperten vorausgesehen haben. Schliesslich betrug das Defizit nur noch 400 000 Franken. Dieses Phänomen der viel zu tiefen Prognose wiederholt sich praktisch jedes Jahr. Die rechtsbürgerlichen Parteien folgern regelmässig daraus, dass der Steuerfuss gesenkt werden soll. Auch dieses Jahr deuten FDP und Bürgerliches Forum positives Wädenswil (BFPW) in ihren Fraktionsberichten an, dass die Höhe des Steuerfusses zur Diskussion stehen müsse.Das BFPW findet, der Steuerzahler solle vom hervorragenden Ergebnis etwas haben. Es fordert den Stadtrat auf, die Entwicklung positiv zu sehen und mutig anzugehen. Die FDP bemerkt, dass die Stadt zwar eine bessere Ausgabendisziplin hatte, das Kostenbudget aber immer noch um 1,1 Millionen überschritten habe. Die FDP verlangt ein griffigeres Controlling. Die Grünen hingegen stellen fest, dass gewisse Budgetposten massiv überschritten wurden. Sie vermuten, dass diese Konten absichtlich tief gehalten würden, um die Steuersenkungsdebatte zu unterstützen.CVP und Grüne bedauern, dass letztes Jahr weniger Investitionen ausgeführt wurden, als geplant waren. So sei das Velohaus am Bahnhof noch immer nicht realisiert, teilt die CVP mit. Die Grünen verlangen vom Stadtrat mehr Flexibilität bei den Investitionen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch