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Weite Reise für Red Star

Die Zürcher Amateur-Fussballklubs bereiten sich in Trainingslagern auf die Rückrunde vor. Red Star, Leader in der Gruppe 5 der 2. Liga interregional, wählte als Destination die Karibik.

Die vier Stadtzürcher Klubs, die in der Gruppe 5 der 2. Liga interregional hinter Red Star geschlossen die Plätze 2 bis 5 belegen, absolvieren vor dem Rückrundenstart ebenfalls ein Trainingslager. Destinationen sind die Türkei und Spanien. Für die Verfolger gilt etwa das Gleiche wie für Red Star: Die Spieler müssen nichts oder nur einen geringen Beitrag bezahlen, beziehen aber Ferien fürs Trainingslager.(uz) Die Klubs im Einzelnen: Oerlikon-Polizei (Rang 2): 23. bis 27. Februar, Side (Tür). Höngg (3):12. bis 19. Februar, Marbella (Sp). Kosova (4): 19. bis 26. Februar, Antalya (Tür). Seefeld (5): 23. bis 27. Februar, Costa del Azahar (Sp). Von Ueli Zoss Mit sperrigem Gepäck fand sich Robert Weber, beim FC Red Star für das Material verantwortlich, heute Morgen im Flughafen Kloten ein und gab zusammen mit Masseur Aret Kin zwei schwere Metallkisten auf. Der 61-Jährige hatte fein säuberlich zwei Set Spielertenüs, T-Shirts, 20 Bälle und weitere Trainingsutensilien eingepackt. Weber, die gute Seele der Mannschaft, war mit Red Star schon in Phuket, Rio de Janeiro und Bali. Nun freut er sich auf die Dominikanische Republik: «Dort war ich noch nie.» Morgen Donnerstag fliegt der Tross für zehn Tage nach Punta Cana. Red Star reist mit Air France. «Für 30 Personen kam der Linienflug günstiger als ein Charterflug», sagt Klubpräsident Marcel Cornioley, der mit an Bord sein wird. Alles inklusive Red Star steigt nobel ab. Als Unterkunft dient das Barcelo Bavaro Beach Resort, ein 5-Sterne-Hotel mit Golfplatz und einem rund um die Uhr geöffneten Casino. In unmittelbarer Nähe der Anlage, direkt am Meer, sind die Trainingsplätze mit Fitnesszentrum und Massageraum. Die Spieler berappen nichts aus dem eigenen Sack, mussten aber bei ihren Arbeitgebern Ferien beziehen. Der Termin des Trainingslagers vom 10. bis 20. Februar wurde den Sportferien angepasst. Cornioley: «Der Verein zahlt alles. Das ist eine Geste gegenüber den Spielern, die ja sonst bei uns nichts verdienen. Und es ist ein Lohn für das gute Abschneiden in der Hinrunde.» Red Star nimmt die Rückrunde am 12. März gegen Wettswil-Bonstetten als Tabellenführer der Gruppe 5 in Angriff. Nicht kaserniert «Wir sind an einem spannenden Ort, in einem schönen Hotel, in dem auch andere Gäste sind, und es Möglichkeiten gibt, in den Ausgang zu gehen», sagt Cornioley. Der Negativfall sind für ihn Camps, in denen die Spieler in einem Hotel von der Aussenwelt abgeschnitten sind und allein wohnen. «Ein unglücklicher Fussballer, der sich wie in einem Straflager eingesperrt fühlt, trainiert und spielt nicht gut.» Der fünffache Nationalspieler, der während seiner Aktivzeit bei Wettingen, St. Gallen, YB, GC und Lausanne gespielt hat, weiss, wovon er spricht: «Mit GC trainierten wir unter Hennes Weisweiler einst in Marbella extrem hart und hatten fast keine Freizeit. Nach einer Woche waren alle nervös und gestresst. Allerdings holten wir nach der Plackerei das Double.» Dank den für Red Star optimalen Rahmenbedingungen ist sich Cornioley sicher, dass das Trainingslager einiges zur Teambildung beiträgt. Die im Winter geholten Spieler reisen ebenfalls mit. Von Thalwil stiessen Claudio Attademo und Giacomo Arce zum Brunau-Klub, von Frauenfeld Marlon Recine. «Wir haben uns gezielt verstärkt», erklärt Cornioley. Weder der Präsident noch Trainer Giovanni Gargiulo wollen sich zu diesem Zeitpunkt auf eine konkrete Zielsetzung für die Rückrunde festlegen. «Wer kann jetzt schon sagen, wie es in einem Monat aussehen wird?», sagt Gargiulo. Vielleicht gibt Punta Cana mehr Aufschluss über den Formstand der Mannschaft. Vor kurzem testete Red Star (in Gelb) noch bei Schnee und Kälte gegen YF Juventus, morgen fliegt der interregionale Zweitligist in die warme Karibik .Foto: Nicola Pitaro

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