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Wildnis weicht Eigentumswohnungenmit 24-Stunden-Service

Die SBB haben das brachliegende Gelände vis-à-vis dem Kilchberger Bahnhofgebäude verkauft.

Von Rahel Urech Kilchberg – Dieses Mal hatte der Kilchberger Investor Peter Streuli das Nachsehen. Ihm gehören das Areal Nord am Bahnhof Kilchberg sowie das Gelände bergseits des Bahnhofs, Höhe Sprüngliweg. Auch für ein weiteres Grundstück der SBB interessierte er sich: Das 2000 Quadratmeter grosse Gelände bergseits der Geleise zwischen den Bahnabgängen. Das von Unkraut überwucherte ehemalige Schrebergartenareal war im Sommer vor zwei Jahren wegen einer Rattenplage in die Schlagzeilen geraten. Den Zuschlag im Bieterverfahren erteilten die SBB nun aber der Bona Invest Holding AG, die bislang Grossüberbauungen im Mittelland finanzierte. Derzeit werden die Eigentumsrechte überschrieben. Babysitten inklusive Geplant sind Bauten mit Eigentumswohnungen im Minergiestandard, wie die Bona Invest auf Anfrage mitteilt. Gespräche mit möglichen Architekten seien am Laufen. «Die Bauten sollen ins Landschaftsbild passen, es wird also bestimmt keine Riesenüberbauung», sagt Firmensprecherin Stéphanie Logassi. Sie räumt ein, dass die Wohnungen «nur schon wegen der Seesicht preislich nicht im günstigsten Segment liegen werden». Dafür spricht auch das Konzept der Bona Invest, schwellenlose, hindernisfreie und grosszügige Wohnungen anzubieten. Hinzu kommt ein Rundumpaket mit Dienstleistungen und Vorkehrungen zur Sicherheit. «Jede Wohnung kann mit einem Notrufgerät ausgerüstet werden, das mit einer 24 Stunden bedienten Servicezentrale in Verbindung steht», erklärt Stéphanie Logassi. Die Dienstleistungen reichen von Pflanzen- und Haustierbetreuung über Briefkastenleeren bis Einkauf und Wohnungsreinigung oder Babysitten. Dieses Gesamtpaket habe die SBB überzeugt, begründet Stéphanie Logassi den Zuschlag. Ob die Bona Invest auch die meistbietende Interessentin war, wollen weder die Gesellschaft noch die SBB preisgeben. Noch dieses Jahr will die Bona Invest zu bauen beginnen. Ende 2013 könnten die künftigen Eigentümer einziehen – sofern die Überbauung nicht durch Rekurse behindert wird, wie auf dem ehemaligen SBB-Grundstück nebenan. Dort erhoben Nachbarn Einspruch gegen den Bau von zwei Doppeleinfamilienhäusern. Sie stören sich an den geplanten Carports sowie an der Tatsache, dass eine als «sehr wertvoll» inventarisierte Magerwiese weichen muss.

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