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Winterthur wird zum Schweizer Hockey-Zentrum

Der Schweizer Eishockey-verband zieht von Zürich weg. Er plant in Winterthur eine Hockey-Akademie und unterirdische Eishallen.

Rubrik Oberzeile (max. 1-zeilig) Von René Donzé Zürich/Winterthur – Noch sind die Verträge nicht unterschrieben und die letzten Details nicht bereinigt, doch die Richtung steht fest, in die sich das Schweizer Eishockey bewegen soll: «Das Projekt Winterthur ist in der Pipeline», sagt Lukas Hammer, Sprecher des Schweizer Eishockeyverbandes. Der Grundsatzentscheid sei gefallen. Er bestätigt damit einen Bericht von «20 Minuten online», wonach in Winterthur ein nationales Hockeyzentrum entstehen soll – als Hauptsitz der nationalen Verbände und Ausbildungszentrum für Nachwuchstalente. Unterirdische Eisfelder Im Gespräch waren auch andere Standorte, wie etwa Zürich-Altstetten, wo der ZSC ein Stadion bauen will. Winterthur ist aber gemäss Hammer die «perfekte Lösung», vor allem, weil sie rasch realisiert werden kann. Dort liegen bereits Pläne vor für ein internationales Zentrum für Leistungs- und Breitensport (IZLB) mit Sporthallen, Unterkünften und Gastronomie. Es entsteht direkt neben der Eishalle Deutweg. Das Hockeyzentrum soll ins IZLB integriert werden, sagt Projektentwickler Ugur Uzdemir. Es müssen aber zusätzliche Eisfelder gebaut werden. Die Rede ist von insgesamt drei Eishallen. Laut Uzdemir steht derzeit eine Lösung mit zwei unterirdischen Hallen im Vordergrund. Damit spare man Platz und Energie. Diese Eisflächen braucht der Verband für die geplante Eishockey-Akademie. Nach amerikanischem Vorbild werden dort die talentiertesten Junioren für ein Jahr zusammengezogen und trainiert. «Wir wollen damit sicherstellen, dass wir den Anschluss ans internationale Spitzenhockey nicht verlieren», sagt Hammer. Zudem sollen in der Eishalle Deutweg nationale und internationale Turniere ausgetragen werden. Hammer spricht von «publikumsfähigem Spitzensport». Gesucht: Mister Eishockey Über Kosten und Geldgeber hüllen sich die Beteiligten in Schweigen. Der neue Verbandspräsident Philippe Gaydoul hat laut «20 Minuten online» den Nationalliga-Klubs zugesichert, dass sie nichts an die Akademie bezahlen müssen. Der definitive Entscheid soll schnellstmöglich fallen, sodass im Frühling das Baugesuch gestellt werden kann. Dann wäre das Zentrum 2013 bezugsbereit, sagt Uzdemir. Auf diesen Zeitpunkt wird auch der Schweizer Eishockeyverband seinen Sitz von Zürich nach Winterthur verlegen, und die National League zieht von Ittigen BE ins neue Zentrum. Dort erhalten sie eine gemeinsame Geschäftsstelle und einen neuen gemeinsamen Direktor. Unter seiner Führung sollen Verband und Liga näher zusammenrücken.

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