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Wölflis Freude, Vonlanthens Frust

YB habe gegen den FCZ Charakter gezeigt, sagte Goalie Marco Wölfli. Johan Vonlanthens Rückkehr

Bei den Young Boys herrschte gestern um 22.15 Uhr Hochstimmung. Mit einer stehenden Ovation wurden die Spieler vom Publikum im Stade de Suisse für die überzeugende Leistung beim 3:0 gegen den FC Zürich verabschiedet. Seydou Doumbia, Torschütze zum 2:0, scherzte hinterher im Kabinengang mit den Kleinkindern von Teamkollege Issam Mardassi. Draussen liess sich Marco Schneuwly, Torschütze zum 1:0, von der Freundin und von den Kollegen beglückwünschen. Der Stürmer hob bei der Spielanalyse allerdings zuerst die Defensivleistung der Mannschaft hervor: «Endlich sind wir wieder einmal ohne Gegentreffer geblieben», sagte Schneuwly. In Neuenburg hatten die Berner 0:3 verloren und auch beim Cuperfolg in Baden am Samstag war dem Gegner ein Treffer gelungen. «YB war das bessere Team» Quasi als Replik auf Schneuwlys Aussage wies Goalie Marco Wölfli darauf hin, dass YB die Partie noch deutlicher hätte gewinnen können: «Nutzt Doumbia vor der Pause den Penalty zum 2:0, verläuft der Abend noch ruhiger für uns», sagte der Captain, der vor der Partie für sein 200. Super-League-Spiel mit YB geehrt worden war. Dass sich die Mannschaft von der vergebenen Möglichkeit nicht habe irritiere lassen zeuge von Charakter. Einen erfolgreicheren Verlauf des Abends hatte sich hingegen Johan Vonlanthen gewünscht. Der FCZ-Offensivspieler hatte sich im Vorfeld der Partie auf die Rückkehr nach Bern gefreut. Als 16-jähriges Supertalent war er in der Saison 2001/2002 bei den Young Boys zu den ersten Einsätzen in der Super League gekommen. Gestern konnte Vonlanthen, der nach dem Wechsel von Salzburg zum FCZ auch ins Schweizer Nationalteam zurück gekehrt ist, nicht an seine starken Leistungen in dieser Saison anknüpfen. Auffälligste Aktion des 23-Jährigen war nach 30 Minuten ein Kopfball aufs Tor von Wölfli. Ansonsten wurde er vom neuen YB-Jungtalent neutralisiert: Der 18-jährige François Affolter liess sich vom ansonsten so trickreichen Vonlanthen nicht in Verlegenheit bringen. Das war auch FCZ-Trainer Bernard Challandes nicht entgangen, Vonlanthens Auftritt war nach 61 Minuten beendet. «Das war keine gute Leistung», sagte Vonlanthen zerknirscht. Nach einer Erklärung suchte er unmittelbar nach Spielende vergebens. «Wir kamen zwar gut ins Spiel. Dann aber war YB die bessere Mannschaft. Wir müssen froh sein, haben wir nur drei Gegentore erhalten.» Alexander Wäfler >

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