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ZKB-Bankrat: Die SVP ist nervös

Zwei SVP-Kandidaten für den ZKB-Bankrat sind schon vorgängig gescheitert. Nun steht auch Ex-Pilot Bruno Dobler im Gegenwind.

Von Ruedi Baumann Zürich – Ihre Personalauswahl tätigt die SVP allermeistens geschickt. Doch ausgerechnet beim ZKB-Bankrat, einem der bestdotierten Ämter (350 000 Franken für den Präsidenten, 40 000 für ein normales Mitglied), steckt der Wurm drin. Wenn der Kantonsrat am Montag das 13-köpfige Gremium wählt, haben alle Parteien unbestrittene Kandidaten. Bloss die SVP muss bei einem Sitz passen. Zuerst hatte sich Rolf Zimmermann (Zumikon) mit ungeschickten Äusserungen zu Schwarzgeld im Vorstellungsgespräch bei den Grünen unmöglich gemacht. Und vorgestern Donnerstag zog sich auch der für Zimmermann aus dem Hut gezauberte Georg Fallegger (Bassersdorf) zurück (TA von gestern). Gemäss Fraktionschef Hans Frei dauert die Nomination eines neuen Kandidaten bis August. Wie Kantonsratspräsident Jürg Trachsel (SVP) auf Anfrage sagte, findet die Wahl des Bankrats trotzdem am Montag statt, ein Verschiebungsantrag sei nicht eingegangen. Für die SVP ist die Situation doppelt unangenehm. So fehlt der SVP im Bankrat, der sein Dreier-Präsidium selber konstituiert, eine Stimme, um ihren Mann Bruno Dobler zum Präsidenten und damit zum Nachfolger von Urs Oberholzer (SVP) zu wählen. In Poleposition bleibt FDP-Mann Jörg Müller-Ganz. Vor allem aber hat die SVP mit Pilot Dobler längst nicht ihren besten Mann nominiert. Gemäss TA-Informationen ist der Findungskommission – in der auch Oberholzer sitzt – die Bewerbung eines Kandidaten mit langjähriger Bankerfahrung in Spitzenpositionen vorgelegen. Doch dieser Bewerber wurde nicht einmal zum Gespräch eingeladen mit der Begründung, man habe sehr viele ausgezeichnet qualifizierte Kandidaten. Seine Vermutung: Er sei in der SVP zu wenig vernetzt und hätte der Bankenführung mit seinem Fachwissen unbequem werden können.

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