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Zollikon zeigt 50 Jahre Dorfgeschichte

50 Jahre nach seiner Einweihung eröffnete das Zolliker Ortsmuseum am Freitag seine Jubiläums- ausstellung.

Von Alexandra Falcón Zollikon &endash Vor dem Foto der Filiale der ehemaligen Schweizerischen Bankgesellschaft an der Bergstrasse rief eine Dame: «Weisst du noch, der Banküberfall?». 1974 wurde die Filiale überfallen. «Uh ja, aber den Kerl haben sie erwischt», sagte eine andere. Aussergewöhnliche Momente, bemerkenswerte Ereignisse oder gemeindehistorische Meilensteine werden in der Jubiläumsausstellung «50 Jahre Ortsmuseum Zollikon &endash Spender &endash Spektrum &endash Spots» beleuchtet. Mit Liebe zum Detail zeigt Kuratorin Lisa Brun in der Sonderausstellung, was Zollikon seit 1961 bewegt hat. Legat mit nachhaltigem Zweck Dass Zollikon das Jubiläum seines Ortsmuseums feiern kann, verdankt es Thomas Cleneay Maurer (1874&endash1960). Der Zolliker Uhrmacher, der in den USA gelebt hatte, hinterliess seiner Heimatgemeinde nach dem Tod ein Legat in stattlicher Höhe. Diese Schenkung knüpfte er an die Bedingung, in Zollikon eine öffentliche Bibliothek und eine ortsgeschichtliche Sammlung zu eröffnen. «Das Legat sollte in Zollikon nachhaltig etwas bewirken», sagte Gemeindepräsidentin Katharina Kull-Benz (FDP) am Freitag bei der Ausstellungseröffnung. Und das tat es. Beide Institutionen konnten bereits 1961 eingeweiht werden. Seither hat sich in Dorf und Berg eine Menge verändert. In Zehnjahresschritten beleuchten farbige Tafeln erinnerungswürdige Menschen und Momente, die Zollikon in unterschiedlicher Art und Weise geprägt und gewandelt haben. Angeregt diskutierend drängten sich die Vernissage-Besucher vor den Schautafeln. Ob die Seegfröörni 1963, die Umstellung der telefonischen Ortsvorwahl von 63 beziehungsweise 65 auf 391 im Jahr 1981 oder die Einweihung des Gemeindesaales im Dorf 1988 nach ebenso langer wie bewegter Vorgeschichte: Die Ausstellung weckt Erinnerungen und Emotionen. «Eigentlich schade, dass wir jetzt einen Gemeindesaal haben», sagt ein älterer Herr. «Damit fällt viel Diskussionsstoff weg.» Ausstellungen Revue passieren Für hitzige Gespräche sorgten nicht zuletzt die Bilder, welche die eindrücklichsten baulichen Veränderungen in der Gemeinde dokumentieren. Eine digitale Reminiszenz auf die weit über 100 Wechselausstellungen, die das Ortsmuseum in den 50 Jahren gezeigt hatte, bildet die Bildsequenz von Hans-Ulrich Baumgartner. Sie ist topaktuell: Als letzter Punkt figuriert die Vernissage. «50 Jahre Ortsmuseum Zollikon &endash Spender &endash Spektrum &endash Spots», Ortsmuseum Zollikon, bis zum 1. April 2012. Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr (Ferien ausgenommen). Tel. 044 391 35 65.

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