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Bauboom bedroht geschützte Dörfer

Neun Zürcher Dörfer wurden jüngst aus dem Bundesinventar für schützenswerte Ortsbilder gestrichen. Um welche es sich handelt und was genau dahintersteckt.

Alt gegen neu: Der Ortskern von Oetwil an der Limmat wurde aus dem Bundesinventar gekippt. Begründung: «Völlig überbaut.»
Alt gegen neu: Der Ortskern von Oetwil an der Limmat wurde aus dem Bundesinventar gekippt. Begründung: «Völlig überbaut.»
Giorgia Müller
Bauern gegen Städter: In Wangen wirken die Bauernhäuser isoliert. «Der Ort versinkt in Neubauten», heisst es in der Begründung für die Abklassierung.
Bauern gegen Städter: In Wangen wirken die Bauernhäuser isoliert. «Der Ort versinkt in Neubauten», heisst es in der Begründung für die Abklassierung.
Giorgia Müller
Und sie dreht sich noch: Die funktionsfähige Aumüli in Stallikon wurde bei der Begutachtung der Säuliämtler Objekte mit dem Gütesiegel von «nationaler Bedeutung» aufgewertet.
Und sie dreht sich noch: Die funktionsfähige Aumüli in Stallikon wurde bei der Begutachtung der Säuliämtler Objekte mit dem Gütesiegel von «nationaler Bedeutung» aufgewertet.
Nicola Pitaro
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Wangen im Glattal weist noch einen weitgehend bäuerlichen Charakter auf. Auf der Website ist die Rede von dem regional geschützten Ortskern mit den behäbigen alten Riegelhäusern, der ein «verstecktes Kleinod» geblieben sei. Dann steht: «Da die Sonnenhänge Wangens als Wohnlage begehrt sind, ist die Bautätigkeit in diesem Ortsteil noch nicht abgeschlossen.» Genau diese Bautätigkeit hat nun dazu geführt, dass der Bund Wangen aus dem Inventar für schützenswerte Ortsbilder (ISOS) von nationaler Bedeutung gestrichen hat.

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