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Sechseläuten: Berner Regierungsrätinnen wurden nicht eingeladen

Die Zürcher Zünfte haben einzig den männlichen Regierungsvertretern des Gastkantons Bern eine Einladung geschickt. Regierungsrätin Barbara Egger empfindet das als Affront.

«Zuerst habe ich mich nur sehr gewundert»: Barbara Egger-Jenzer, Berner Regierungsrätin.
«Zuerst habe ich mich nur sehr gewundert»: Barbara Egger-Jenzer, Berner Regierungsrätin.
Keystone

Am diesjährigen Sechseläuten vom 16. April 2012 nahm auch eine Delegation des Gastkantons Bern teil. Von den sieben Regierungsmitgliedern waren aber nur fünf zugegen – und zwar ausschliesslich die männliche Vertretung im Berner Regierungsrat.

Barbara Egger-Jenzer (SP), Vorsteherin der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, sowie Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) haben gemäss einem Bericht des «Landboten» keine Einladung für den Zürcher Traditionsanlass erhalten (Artikel online nicht verfügbar).

Ein Anrecht auf eine Einladung gibt es nicht

«Zuerst habe ich mich einfach nur sehr gewundert», sagt Egger gegenüber der Winterthurer Zeitung. «Danach habe ich die Nichteinladung mehr und mehr als Affront empfunden. Immerhin bin ich schon seit zehn Jahren im Amt.»

Was genau schiefgelaufen ist, scheint niemand so recht zu wissen. Selbst Jürg C. Scherz, Präsident des Zentralkomitees der Zürcher Zünfte (ZZZ) war davon überzeugt, dass die beiden Regierungsrätinnen eine Einladung erhalten hätten. Eine Strategie stecke auf jeden Fall nicht dahinter, versicherte er.

«Wer eingeladen wird und wer nicht, liegt allein in der Verantwortung der Zünfte», erklärt ZZZ-Mediensprecher Andreas Weidmann auf Anfrage des «Landboten». Das möge zwar speziell erscheinen, «aber ein Anrecht auf eine Einladung gibt es nicht.»

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