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Stromquelle – und doch Naturperle

Die Rheinschlaufe soll wieder zu einem lebendigen Fluss werden – dank mehr Restwasser aus dem Kraftwerk Rheinau. Profiteurin wäre nicht nur die Natur. Es liesse sich auch mehr Strom produzieren.

In der Rheinschlaufe bei Rheinau soll wieder mehr Wasser fliessen: Umweltverbände möchten den Flussabschnitt ökologisch aufwerten.
In der Rheinschlaufe bei Rheinau soll wieder mehr Wasser fliessen: Umweltverbände möchten den Flussabschnitt ökologisch aufwerten.
Sophie Stieger

Was vom sonst so stolzen Rhein übrig bleibt, ist kläglich: Durch die 4,5 Kilometer lange Schlaufe um Rheinau fliesst heute das Wasser träge und seicht dahin. Entlang dieses Abschnitts führt der Rhein bloss fünf Kubikmeter Wasser pro Sekunde – 70-mal weniger als beim nahen Neuhausen. Seit dem Bau des Kraftwerks Rheinau 1956 wird der Abfluss des Rheins oberhalb des Stauwehrs in einen Stollen geleitet und auf kürzestem Weg dem Fluss wieder zugeführt. Weil in der Schlaufe zwei Hilfswehre das Wasser stauen, sind im Laufe der Zeit zwei schmale Seen entstanden – jedoch ohne vielfältige Fauna und Flora. Statt Äschen und Nasen, den beiden populationsstärksten Fischarten im naturnahen Hochrhein, tummeln sich dort bloss wenige Karpfen und Rotaugen. Der «Chly Rhy», der Rheinarm links der Klosterinsel, veralgt im Sommer regelmässig.

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