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Vermisst wird der grosse Wurf

Der Entwurf des Stadtrates für die neue Bau- und Zonenordnung sieht keine Aufstockungen vor, dafür Vorschriften zugunsten des Gewerbes und für preisgünstige Wohnungen.

Es hat noch Platz in Zürich: Mit der geltenden der geltenden Bau- und Zonenordnung könnte die Stadt 160'000 neue Arbeitsplätze und über 100'000 weitere Einwohner schlucken.
Es hat noch Platz in Zürich: Mit der geltenden der geltenden Bau- und Zonenordnung könnte die Stadt 160'000 neue Arbeitsplätze und über 100'000 weitere Einwohner schlucken.
© blink.ch/luca zanier
Hardau bleibt herausragender Ausnahmefall: Der Stadtrat hat beschlossen, die geltenden Baurichtlinien nicht stark zu verändern - also nicht stärker in die Höhe zu bauen oder zu verdichten.
Hardau bleibt herausragender Ausnahmefall: Der Stadtrat hat beschlossen, die geltenden Baurichtlinien nicht stark zu verändern - also nicht stärker in die Höhe zu bauen oder zu verdichten.
Alessandro Della Bella, Keystone
Förderung von Genossenschaften: Wer Wohnraum zur Kostenmiete anbietet, soll dafür eine höhere Ausnützungsziffer erhalten.
Förderung von Genossenschaften: Wer Wohnraum zur Kostenmiete anbietet, soll dafür eine höhere Ausnützungsziffer erhalten.
Christian Beutler, Keystone
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Die härteste Kritik an der neuen BZO kommt vom Hauseigentümerverband: «Das ist das Gegenteil eines grossen Wurfs», sagt Direktor und FDP-Gemeinderat Albert Leiser. Das Teilverbot von Erdgeschosswohnungen und die neue Zone W3b nähmen den Eigentümern Fläche weg. «Diese hätte die Stadt mit einem oder zwei zusätzlichen Stockwerken ersetzen müssen. Eine solch sanfte Aufzonung wäre auch in tieferen Wohngebieten verträglich.» Zudem müsse jeder Eigentümer, der mehr Fläche will als vorgesehen, bei der Stadt darum bitten. «Dann wird er zum Bau von gemeinnützigen Wohnungen gezwungen», sagt Leiser. Das führe zu Rechtsunsicherheit und bremse die Bautätigkeit. Dadurch erhöhe sich die Wohnungsknappheit, die Preise steigen. «Das ist keine soziale Wohnpolitik.»

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