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Weihnachtsbraten statt Wintermantel

Das milde Wetter lockte die Massen an die Sonntagsverkäufe in Zürich und Winterthur. Wintermode war dieses Jahr weniger gefragt. Dafür sind andere Trends auszumachen.

Volle Einkaufstaschen: Passantin auf der Zürcher Bahnhofstrasse (Archivbild). Foto: Walter Bieri (Keystone)
Volle Einkaufstaschen: Passantin auf der Zürcher Bahnhofstrasse (Archivbild). Foto: Walter Bieri (Keystone)

Temperaturen von fast zehn Grad, keine weissen Hügel weit und breit: Nach Winter sieht es derzeit im Kanton Zürich nicht aus. Und auch in den Bergen liegt zu wenig Schnee, um die Lust aufs Skifahren oder Snowboarden zu wecken. Die Folge: Die Zürcher bleiben im Flachland – und gehen einkaufen.

«Die Sonntagsverkäufe in Zürich waren dieses Jahr sehr gut besucht», sagt Milan Prenosil, Präsident der City-Vereinigung Zürich. «Das konstante, milde Wetter hat dabei sicher eine Rolle gespielt.» Prenosil vermutet, dass heuer noch mehr Leute im Stadtzentrum auf Shoppingtour waren als im vergangenen Jahr. Nicht alle Geschäfte konnten sich jedoch über die äusseren Bedingungen freuen. «Wintersportartikel und Winterbekleidung liefen schlecht», so Prenosil.

Andere Branchen haben davon profitiert, dass Skiausrüstungen dieses Jahr nicht zuoberst auf den Einkaufslisten standen. Elektronikartikel, Handys, Games, Bücher sowie Accessoires und Schmuck sind gemäss Prenosil stark nachgefragt worden. Der Umsatz bewege sich insgesamt wohl etwa auf Vorjahresniveau, sagt der Präsident der City-Vereinigung.

Beliebte Gesellschaftsspiele

Von «drei genialen Sonntagsverkäufen» spricht auch Heinz Schudel, Geschäftsführer der Winterthurer City-Vereinigung «Junge Altstadt». Auffällig sind laut Schudel zwei Kauftrends: «Gesellschaftsspiele sind dieses Jahr sehr beliebt. Zudem werden immer mehr Gutscheine verkauft.» Die Leute scheinen die Wahl des Geschenks immer häufiger dem Beschenkten zu überlassen.

Diese beiden Trends bestätigt Stefan Gross, Geschäftsführer des Glattzentrums. Ausserdem seien Lebensmittel und Spezialitäten hoch im Kurs: «Die Leute wollen es sich gut gehen lassen über die Festtage.» Gross schätzt, dass dieses Jahr rund 4 Prozent mehr Besucher ins Einkaufszentrum pilgerten. Dieselbe Zahl nennt Jörg Engeler, Leiter des Einkaufszentrums Sihlcity: «Wir haben dieses Jahr mehr Umsatz gemacht als 2013.»

Erfolgreiche Shopping-Aktion im Flughafen

Mit einer speziellen Shopping-Aktion wollte auch der Flughafen vom Weihnachtsgeschäft profitieren. An zwei Wochenenden stand den Besuchern der Duty-free-Bereich offen, der normalerweise den Reisenden vorbehalten ist. «An den vier Tagen konnten wir insgesamt rund 15'000 Kunden im Airside-Center begrüssen», sagt Mediensprecherin Sonja Zöchling. Es seien vor allem die klassischen Duty-free-Artikel Alkohol und Parfüme gekauft worden. «Parfüme waren ein richtiger Verkaufsschlager.» Zigaretten waren von der Aktion ausgeschlossen.

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