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«Wenn das so weitergeht, wird Zürich zum Vorort von Glatttal-City»

Parkplätze fürs eigene Auto muss man grundsätzlich auf privatem Grund finden. So sagt es die Parkplatzverordnung der Stadt. FDP-Gemeinderat Marc Bourgeois fordert ein Umdenken.

«Die Stadt müsste eine Politik für ihre Bewohner machen»: FDP-Gemeinderat Marc Bourgeois.
«Die Stadt müsste eine Politik für ihre Bewohner machen»: FDP-Gemeinderat Marc Bourgeois.
ZVG

717 Parkplätze sind laut einem Bericht der NZZ in Zürich abgebaut worden. Laut der Parkplatzverordnung gibt es keinen Anspruch auf einen Parkplatz auf öffentlichem Grund. Private sollen danach «ihr Parkplatzbedürfnis auf privatem Grund bedienen». Warum wird dies nicht als öffentliches Interesse gewertet?

Grundsätzlich ist die Aussage der Stadt völlig absurd: Gerade mit der neuen Parkplatzverordnung, aber auch mit ihren Vorgaben beim gemeinnützigen Wohnungsbau schränkt die Stadt die Möglichkeiten Privater beim Bau von Parkplätzen stark ein. Man muss zudem klar unterscheiden zwischen Parkplätzen für Anwohner in Wohngebieten und solchen fürs Gewerbe oder dessen Kunden. Der untere Mittelstand lebt teilweise in sehr dicht bebauten Gebieten und ist oft darauf angewiesen, sein Auto auf der Strasse abstellen zu können. In privilegierten Gebieten dagegen haben die Bewohner meist weniger Probleme, eine Garage oder einen Parkplatz auf eigenem Grund zu nützen. Diese Parkplätze liegen also im Interesse der Anwohner. Gewerbeorientierte Parkplätze dagegen liegen klar im öffentlichen Interesse. Stehen diese nicht zur Verfügung, wandert das Gewerbe ab und die Stadt stirbt aus.

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