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Bedingte Strafe für blühenden Cannabis-Handel in DVD-Shops

2,3 Millionen Franken hat ein Mann und sein Partner in drei DVD-Tarnshops umgesetzt. Mit Haschisch und Marihuana. Jetzt hat ihn das Bezirksgericht Zürich zu 14 Monaten bedingt verurteilt – und gelobt.

Gute Geschäftsidee mit dem falschen Produkt: Marihuana für einen Joint.
Gute Geschäftsidee mit dem falschen Produkt: Marihuana für einen Joint.
Peter Dejong/AP Photo

Die «Geschäftsidee» erwies sich als Cash-Maschine: Zwischen November 2003 und Dezember 2004 verkaufte ein heute 48-Jähriger zusammen mit einem Partner in drei Zürcher Läden DVDs – und vor allem Marihuana und Haschisch. Damit erzielten sie einen Umsatz von 2,3 Millionen Franken.

Der erste Laden namens DVD Froschau befand sich im Niederdorf. Und weil das Geschäft florierte, expandierte man schnell in den Kreis 4 («DVD Drehpause») und 10 («DVD Hypericum»). Der Stoff stammte aus Volketswil und Turbenthal, wie die NZZ von heute Donnerstag berichtet.

Am 9. Dezember 2004 kam ihnen die Polizei auf die Schliche. Der Hauptschuldige floh nach Spanien, sein Partner wurde verhaftet und zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt.

Beschuldigter stellte sich nach acht Jahren

Im vergangenen Herbst kam der 48-Jährige zurück und stellte sich der Justiz. Er ist komplett geständig, was ein verkürztes Verfahren ermöglichte. Staatsanwaltschaft und Verteidigung einigten sich auf eine bedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten bei einer Probezeit von drei Jahren. Zudem muss der Haschischhändler 15'000 Franken an den Staat zahlen und für alle Verfahrenskosten aufkommen. Gestern hat das Bezirksgericht Zürich den Vorschlag genehmigt.

Der Richter würdigte das vollständige Geständnis und fand laut NZZ gar lobende Worte für die «grundsätzliche Geschäftsidee». Es sei einfach das «falsche Produkt» verkauft worden.

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