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«Frauen sind bei der Partnerwahl nicht pragmatisch genug»

Das Universitätsspital warnt in einem neuen Ratgeber davor, zu lange mit dem Kinderkriegen zu warten. Noch wichtiger als das Alter der Frau ist aber ein anderer Aspekt, sagt der Direktor der Geburtshilfeklinik.

Die späte Mutterschaft birgt Risiken: Eine Pflegefachfrau betreut ein Frühgeborenes im Universitätsspital Zürich.
Die späte Mutterschaft birgt Risiken: Eine Pflegefachfrau betreut ein Frühgeborenes im Universitätsspital Zürich.
Keystone

Das Universitätsspital Zürich hat erstmals eine Dokumentation zum Thema Kinderplanung veröffentlicht – und rät den Frauen darin, vor dem 32. Altersjahr schwanger zu werden. Herr Zimmermann, ist die Situation so akut, dass ein solcher Ratgeber nötig ist? Die Entwicklung macht uns Ärzten tatsächlich Sorgen. Wir sind eine Klinik, die spezialisiert ist auf Risikoschwangere, und betreuen teilweise Frauen, die mit über 48 Jahren noch gebären. Die älteste Mutter war bei der Geburt über 60 Jahre alt. Mit einer Eizellenspende ist das heute zwar möglich, aber mit grossen Risiken verbunden. Bei unserer Arbeit sind wir fast täglich mit den Komplikationen konfrontiert, die eine späte Mutterschaft mit sich bringt, und erleben immer wieder die Verzweiflung von Paaren, die es schon das dritte oder vierte Mal versuchen, ohne dass es klappt. Viele vergessen das Alter bei der Familienplanung und denken, dass es dann schon irgendwie Kinder geben wird. Aber es ist nun einmal so, dass die biologische Uhr tickt. Deshalb ist es wichtig, dass man sich früh mit dem Thema Kinderkriegen befasst.

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