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In der Kasse des Cabaret Voltaire klafft ein Loch

Die Hälfte der privaten Geldgeber ist abgesprungen, nun fehlen dem Dada-Haus mehr als 100'000 Franken.

Die Stadt kommt für die Miete bis 2017 auf: Das Cabaret Voltaire.
Die Stadt kommt für die Miete bis 2017 auf: Das Cabaret Voltaire.
Keystone

Das Cabaret Voltaire ist in Not: Im vergangenen Jahr sind drei von sechs Mäzenen ausgestiegen. Das sagt Co-Direktor Philipp Meier gegenüber der Pendlerzeitung «20 Minuten». Nun fehlt in der Kasse des Trägervereins des Dada-Hauses mehr als 100'000 Franken.

Andy Rihs, langjähriger Sonova-Chef, ist einer der Geldgeber, der abgesprungen ist. Die anderen beiden möchten anonym bleiben. Rihs sagt gegenüber «20 Minuten», er habe mit seinem finanziellen Engagement den Untergang der Zürcher Kulturinstitution verhindern wollen. «Meine Anschubhilfe war allerdings von Anfang an befristet.» Er verstehe nicht, warum die Stadt sich fürs Cabaret Voltaire nicht ähnlich stark engagiere, wie für andere Kulturinstitutionen.

Neuer Club soll Geld bringen

Der städtische Kulturbeauftragte, Peter Haerle, will diese Rüge nicht gelten lassen. Er betont, dass Zürich bereits die Miete des Cabaret Voltaire bis in Jahr 2017 berappe. Eine Finanzierung des Betriebs habe noch nie zur Diskussion gestanden. Ein neugegründeter Club soll nun wieder Geld in die Kasse des Cabarets spülen: Für 1250 Franken ist man dabei. Zehn Mitglieder zählt der Club zur Spiegelgasse bereits. Gemäss Meier braucht es aber noch Dutzende mehr. Er räumt indes ein, dass die Zukunft des Hauses nicht gefährdet sei.

Im September 2008 sagten 65 Prozent der Zürcher Stimmbürger Ja zum Cabaret Voltaire. Dass ein Haus, das zuvor wegen angeblichen Sex-Castings und Sprayer-Workshops in den Schlagzeilen war, eine derart klare Mehrheit für sich gewinnen konnte, hatte damals kaum jemand erwartet.

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