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Tanzdemo: Stadtrat stellt sich hinter Polizei

Sicherheitsvorsteherin Barbara Günthard-Maier ist wegen des Einsatzes der Polizei an der Kundgebung in der Kritik. Der Stadtrat bezeichnet das Eingreifen als «notwendig» und «zielführend».

Eine «Tanz dich frei»-Kundgebung rief in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Grossaufgebot der Polizei auf den Plan. Die Sicherheitskräfte hatten einen Wasserwerfer im Einsatz. (21. September 2013)
Eine «Tanz dich frei»-Kundgebung rief in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Grossaufgebot der Polizei auf den Plan. Die Sicherheitskräfte hatten einen Wasserwerfer im Einsatz. (21. September 2013)
Johannes Dietschi, newspictures
Die Polizei reagierte auf einen Facebook-Aufruf zu einer unbewilligten «Tanz dich frei»-Demonstration.
Die Polizei reagierte auf einen Facebook-Aufruf zu einer unbewilligten «Tanz dich frei»-Demonstration.
Manuel Lopez
Unter den elf Verletzten befanden sich drei Polizisten.
Unter den elf Verletzten befanden sich drei Polizisten.
Manuel Lopez
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Der Polizeieinsatz anlässlich der unbewilligten Tanzdemonstration am vergangenen Wochenende in Winterthur sorgt für Gesprächsstoff. «Unverhältnismässig», «provokativ» fanden ihn die Kritiker. Unter ihnen die Winterthurer Jungsozialisten. Präsident Nyima Tsering macht die Polizei mit ihrem aggressiven Verhalten für das Ausarten der Kundgebung verantwortlich. «Friedlich feiernde Jugendliche wurden von allen Seiten mit Pfefferspray, Gummischrot und Wasserwerfern eingedeckt.»

Für die Juso steht fest, dass Sicherheitsvorsteherin Barbara Günthard-Maier (FDP) die Verantwortung für das Handeln der Polizei tragen muss. Und sie fordern «ihren sofortigen Rücktritt», wie sie mitteilen.

«Hohe Gewaltbereitschaft»

Rückendeckung erhält die Sicherheitsvorsteherin von ihren Ratskollegen. Der Stadtrat beurteile den Polizeieinsatz als «notwendig» und «zielführend», teilt Winterthurs Exekutive mit. Der Stadtrat bedaure zwar, dass auch Unbeteiligte von den Ausschreitungen betroffen wurden, er hält aber fest: «Angesichts der hohen Gewaltbereitschaft eines harten Kerns der Demonstrationsteilnehmenden war ein Eingreifen der Polizei unumgänglich.» Dank des professionellen Vorgehens der Einsatzkräfte hätten weitergehende Sachschäden verhindert werden können.

Der Stadtrat betont, dass er Gewalttätigkeiten in Winterthur in keiner Weise akzeptiert. Er sei aber durchaus bereit, «auf Kräfte, die diese Anliegen ernsthaft und friedfertig vertreten, einzugehen».

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