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SCL Tigers tauchen im DerbyZurück auf dem Boden der harten Tatsachen

Die SCL Tigers unterliegen dem EHC Biel 0:4. Derweil den Seeländern ein Befreiungsschlag gelingt, ist es für die Emmentaler ein Dämpfer nach zuletzt ansprechenden Leistungen.

Einstand nach Mass: Perttu Lindgren erzielt in seinem ersten Spiel für Biel den Führungstreffer. Die SCL Tigers haben den Seeländern wenig entgegenzusetzen.
Einstand nach Mass: Perttu Lindgren erzielt in seinem ersten Spiel für Biel den Führungstreffer. Die SCL Tigers haben den Seeländern wenig entgegenzusetzen.
Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)

Kennen Sie diese künstlichen Springbrunnen, die in Wohnzimmern munter vor sich hin plätschern? Vielleicht sind die Dinger ein bisschen aus der Mode gekommenaber genau daran erinnerte die Partie zwischen dem EHC Biel und den SCL Tigers spätestens nach dem ersten Drittel.

Weil den Bielern, die zuletzt vier Spiele de suite verloren hatten, so ziemlich alles gelang. Und weil die SCL Tigers nach drei Siegen in den letzten vier Spielen nicht den Eindruck hinterliessen, die Partie auf ähnlich spektakuläre Weise wie am Sonntag in Zürich wenden zu können. Deshalb plätscherte das Derby nach einer frühen 3:0-Führung des EHCB frei von jeglichen Emotionen und Aufregungen 40 Minuten vor sich hin. Biel gewann letztlich 4:0. Alles langweilig also? Nein. Denn die Partie bot doch interessanten Anschauungsunterricht. Etwa jener, dass eine Luftveränderung tatsächlich wunder bewirken kann.

Effiziente Bieler

Anfang Woche entschieden sich der EHC Biel und der HC Davos bekanntlich für einen Spielertauschein Unterfangen, das man für gewöhnlich primär aus der NHL kennt. Perttu Lindgren und Luca Hischier zogen vom Landwassertal ins Seeland, Valentin Nussbaumer und David Ullström gingen den umgekehrten Weg. Der Effekt sollte nicht lange auf sich warten lassen: Nach knapp vier Minuten traf Lindgren nach einem Musterangriff über Hischier und Jason Fuchs zum 1:0. Und im ersten Powerplay der Seeländer setzte sich der Finne gleich nochmals in Szene, als er Gilian Kohler die Scheibe vor dem 2:0 pfannenfertig servierte.

Die 3:0-Führung nach 20 MinutenKünzle traf kurz vor der Pausewar zwar nicht gestohlen, aber sie fiel etwas zu hoch aus. Biel machte aus wenig viel, was gemäss Statistik die nur sechs Abschlüsse im ersten Drittel demonstrieren. Die SCL Tigers hatten durchaus ihre Chancen, doch entweder wurden sie wie Pascal Berger (5.) noch entscheidend am Abschluss gehindert, oder sie verzogen wie Alexei Dostoinow im Powerplay (18.).

Auf Langnau wartet ein straffes Programm

Ursprünglich hätten die SCL Tigers am Freitag gleich wieder ein Derby bestreiten sollen, doch weil beim SCB erneut das Coronavirus grassiert, wird dieses verschoben. Stattdessen müssen die Langnauer nun erst am Sonntag gegen Lausanne ran.

Dafür hat es die nächste Woche dann in sich; weil die Emmentaler in fünf Tagen drei Partien bestreiten müssen. Nach dem Dämpfer im Derby geht es nun für sie darum, den Fokus wieder nach vorne zu richten. Schliesslich gilt es, den Anschluss an die Pre-Playoff-Plätze (710) nicht zu verlieren.