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Grossanlässe im OberlandZwei weitere Sportveranstaltungen abgesagt

Die Verantwortlichen des Jungfrau-Marathons und der Eiger Bike Challenge ziehen die Konsequenzen aus der Corona-Krise.

In diesem Jahr werden keine Fahnen für die Läufer wehen. Der Jungfrau-Marathon 2020 wurde abgesagt.
In diesem Jahr werden keine Fahnen für die Läufer wehen. Der Jungfrau-Marathon 2020 wurde abgesagt.
Foto: PD

«Kein Jungfrau-Marathon in diesem Jahr.» Am Dienstag verkündeten die Organisatoren die Absage der für den 11. und 12. September geplanten Grossveranstaltung aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Die Verschiebung des nach eigenen Angaben «schönsten Marathons der Welt» erfolgt, obwohl der Bundesrat sein Verbot von Grossveranstaltungen vorerst nur bis Ende August bestätigt hat. Für das OK des Jungfrau-Marathons um OK-Präsident Toni Alpinice sei der Entscheid dennoch unvermeidbar gewesen, heisst es in der Mitteilung.

«Wir haben lange mit diesem Entschluss gerungen. Schlussendlich verhindern die aufgrund der Pandemie lange anhaltende Planungsunsicherheit, weitgreifende Restriktionen im internationalen Reiseverkehr und bei den Bergbahnen sowie die Notwendigkeit zusätzlicher Schutzmassnahmen eine Durchführung in diesem Jahr», wird Alpinice zitiert. «Somit haben wir gemeinsam mit unseren geschätzten Partnern und Sponsoren entschieden, jegliches Risiko für alle Beteiligten zu vermeiden und den Jungfrau-Marathon 2020 nicht durchzuführen.»

Eine Alternative für Bergläufer

Stattdessen hat das OK mit Unterstützung der Jungfraubahnen mit dem «Jungfrau-Marathon-Supporter-Run» ein Alternativformat ins Leben gerufen. Vom 20. Juni bis am 30. September könnten Läuferinnen und Läufer auf einer Kurzstrecke individuell ihren Wettkampf- und Laufhunger stillen. Nach dem Start in Lauterbrunnen führen neun «anforderungsreiche Kilometer» hinauf auf die Kleine Scheidegg. Bis ins Ziel überwinden die Sportler dabei 1225 Höhenmeter.

Die Anmeldung zum «Jungfrau-Marathon-Supporter-Run» ist ab dem 20. Juni 2020 via Jungfrau-marathon.ch möglich. Die Startgebühr beträgt 35 Franken und beinhaltet die Zeitmessung mit Chip, den Gepäcktransport ins Ziel und den Personentransport via Jungfraubahnen zurück nach Lauterbrunnen. Der Erlös kommt den Helfervereinen des Jungfrau-Marathons zugute.

Die Läufer, die zwar am «Jungfrau-Marathon-Supporter-Run» nicht teilnehmen können, sich jedoch einen Startplatz für den Jungfrau-Marathon 2020 gesichert hatten, behalten übrigens dennoch ihren Startplatz automatisch für das Jahr 2021. Der 28. Jungfrau-Marathon sowie die Freitagsrennen finden am 10. und 11. September 2021 statt.

Eiger Bike Challenge: OK prüft Ersatzevent

Ebenfalls nicht stattfinden wird in diesem Jahr die Eiger Bike Challenge. «Es war keine leichte Entscheidung, sondern ein Prozess mit diversen getätigten Abklärungen wie auch unzähligen Diskussionen im OK. Die fortwährende Ungewissheit, was in naher Zukunft passieren und was alles möglich sein wird, strapazierte unsere und eure Geduld.» Mit diesen Worten wenden sich die Organisatoren an die Teilnehmer.

Für die bereits getätigte Startplatzanmeldung gibt es drei Szenarien. So könnten die Teilnehmer ihre Anmeldung auf das Jahr 2021 übernehmen, 80 Prozent des Startgelds zurückerstatten oder einen Teil des Beitrags an das OK der Eiger Bike Challenge spenden und nur 50 Prozent des Startgeldes zurückfordern.

«Bei Veränderungen der Vorgaben des Bundes und des Schutzkonzepts des Verbands Swiss Cycling prüft das
Organisationskomitee ein mögliches Kids Race am Samstag – sowie einen kleineren und schlankeren
Ersatzevent am Sonntag», heisst es in der Mitteilung weiter. Der definitive Entscheid über einen möglichen Ersatzanlass werde bis zum 10. Juli gefällt.

pd/jez