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Tourismus in der Corona-KriseDavos fürchtet sich vor der «deutschen Quarantäne-Keule»

Das WEF weg, der Spengler-Cup abgesagt und in Deutschland droht die Risikoliste: Die Bündner Touristiker sind trotzdem optimistisch – «etwas anderes bleibt ja gar nicht übrig».

«Wir werden im Moment recht geknüppelt»: Tamara Henderson vom Hotel Larix in Davos.
«Wir werden im Moment recht geknüppelt»: Tamara Henderson vom Hotel Larix in Davos.
Foto: Nicola Pitaro

Wintersportorte in der Zwischensaison sind etwa so attraktiv wie hustende Pendler mit verrutschter Maske. Nicht sehr.

Der Himmel ist zwar zu Teilen blau, es liegt sogar etwas Schnee. Das ist kein richtiger Herbst mehr, aber das ist auch noch kein richtiger Winter in Davos. Die Strassen (und von denen gibt es hier einige) sind nass, die Schuhe saugen sich sofort voll, und kalt ist es auch. Wer kann, fährt weg.

Tamara Henderson will übers Wochenende ins Tessin, sie ist quasi auf dem Sprung. Henderson ist Präsidentin der Branchenorganisation «Hotel Gastro Davos» und führt das Hotel Larix, das etwas versteckt oberhalb des Bahnhofs von Davos Platz liegt. Es ist ein Familienbetrieb, im Jahr 1953 wurde es von ihren Grosseltern eröffnet. Zwanzig Zimmer, vierzig Betten, eher klein. Henderson musste in den vergangenen Tagen schon öfter Auskunft zur Situation in Davos geben, es sei dann jetzt auch mal gut, sagt sie gleich zu Beginn des Gesprächs, was soll sie auch noch sagen.

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